Achja: Goodbye New York City – nachträglich [Fazit + Tipps]

Puh…schon zwei Monate bin ich wieder im Land der besseren Möglichkeiten und NYC rückt immer weiter in die Ferne. Bevor ichs jetzt also komplett vergesse, sage ich nochmal Goodbye – wenn auch etwas verspätet.

Sechs Monate in motherfucking New York zu leben hat seine Vorzüge, trotzdem wird die ganze Metropole etwas zu sehr gehyped. Das ganze Land wird zu sehr gehyped. Von den USA will ich hier aber garnicht anfangen, denn das hab ich schonmal erzählt. Jetzt gehts um NYC, aber auch da…

Pass auf, wenn einer nach ner Woche Urlaub in New York zu dir kommt und meint “ÖHHHHH, DIE STADT IST DIE BESTE STADT DER WELT – BESCHDE!!!!” dann kannste – wenn er dort niemand kannte – auf die Aussage pfeifen. Denn mehr als Wolkenkratzer angeschaut hat er nicht und das, was NYC zur besten Stadt der Welt macht, hat er garnicht mitbekommen. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass das die beste Stadt der Welt ist, aber sie ist damn fucking gut. Auf jeden Fall nen Besuch wert. Und wenn du sie besuchst, dann schau dass du nen Local findest der dir zeigt warum es das Geld wert ist. Brooklyn Bridge, WTC, ESB, Top of the Rocks… das machste an einem Tag durch und den Rest der Zeit entdeckst du gefälligst das coole Zeug. Schmeiß den Reiseführer in den Mülleimer und – was weiß ich… geh zu nem Flohmarkt, freunde dich mit nem Verkäufer an, der lädt dich auf irgendne Hippster Underground Mixtape Hörprobe ein wo du mit Bleistift die Mixtapes zurückdrehen darfst. In der Bar um die Ecke hörst du die behindertsten Töne die ein Mensch wahrnehmen kann weil der Gitarren-Spieler so abartig NICHT Mainstream is, dass er sich weigert als Rechtshänder mit der rechten Hand zu spielen. Wär ja viel zu einfach. Der Abend wird dann mit ner Kunstausstellung von KenntKeinSchwanz eingeläutet wo du ein weiteres gelbes Viereck bewundern kannst, dass du besoffen, mit geschlossenen Augen auf Stelzen balancierend auch hingeschmiert bekommen hättest. Kann aber auch sein, dass du das geilste Kunstwerk das du je gesehen hast bewundern darfst und wenn du noch mehr Glück hast, kannst es für n Appel und n Ei kaufen. Ist dein kultureller Durst gestillt, kannste dich in der Unendlichkeit der Bar-Scene in New York verlieren. Vielleicht landest du ja auch bei nem Meeting der Anonymen Alkoholiker, oder ner CoolShockedGeil-Show.

Für sowas lohnt sich New York. Die ganze Kreativität, die Vielfalt… das ist schon der Wahnsinn.

Es gibt aber auch die andre Seite der Medalie. Ich habs schon öfter gesagt: New York is dreckig, viel zu laut und damn du hast einfach nen Pool an Weirdos hier. Ist mir manchmal einfach zuviel Chaos. Wenn man sich drauf einlässt, ists echt geil und ich könnte mir vorstellen so 2 Jahre mal in New York zu leben. Aber niemals festsetzen.

Fazit: Es war geil, ich wills nicht missen – empfehle jedem Mal hinzugehn und es selbst zu erleben. Mein Souvenier das mir NYC mitgegeben hat, sind 12 motherfucking Kilo mehr auf meinem Ranzen (thanks for that), und paar lässige Geschichten.

Für alle die irgendwann mal nach New York gehen – hier mal paar Tipps:

Taxifahrer
Die Typen sind meißt richtige Pisser. Wenn einer neben dir anhält, das Fenster runtermacht und frägt wo du hinwilllst, sag nichts und steig einfach ein. Sitzt du erst einmal im Taxi, muss er dich überall im Großraum New York hinfahren wo du willst. Er muss! Wenn er nicht will, sag ihm dass du nur kurz seine Fahrernummer aufschreibst, dann wärst du raus. Dann fährt er dich.

Pizza
Dir erzählen die Locals dort fünf Mal am Tag dass sie dir die BESTE PIZZA AUS NEW YORK zeigen wollen. Und die Pizza aus New York sei DIE BESTE DER WELT. Vergiss es. Die Pizza in New York ist ein verdammter Putzlappen den du am Besen durch die Straße ziehen kannst und immernoch den gleichen Geschmack hast. Ich bin mal extra nach Queens gefahren wegen “DER BESTEN PIZZA AUS NEW YORK”. So ein quatsch.

Shopping
Also generell ist da fast alles billiger als bei uns. Für alle Berliner Hippster: Second Hand Zeug, kostet in Berlin ja mehr als das Original (dumm, einfach nur dumm). In New York ists tatsächlich – wie es sich gehört – billiger. Dort also mal in Vintage-Stores zu schauen lohnt sich auf jeden Fall. Vorallem in Brooklyn.
Wer die Standard-Marken will (was weiß denn ich, was grad IN ist), der sollte aufm Broadway und im Macys rumrennen. 5th Avenue kannste weg lassen. Da blechst für ne Jeans $300+.

Party
Wer auf schniecke, teure Clubs steht in denen dir der Arsch lupenrein geleckt wird und  die Bitches zwischen Arschbacke und Minirock-Kante kein Bleistift mehr reinkriegen, sollte den Meatpacking-District besuchen. Paarmal war ich dort. Immer cool, voll nich Hippster, immer teuer.
Wer auf underground alternativ hippster zeug steht wovon Berlin die fast pefekte Abklatsche davon is, sollte nach SoHo/Manhatten, oder Williamsburg & Greenpoint in Brooklyn. Da ists immer ganz geil. Außerdem lohnt es sich den ” nonsensenyc”-Newsletter zu abonnieren. Da werdet ihr jeden Freitag auf die handverlesenen Underground-Events in NYC aufmerksam gemacht. Mit Einlassbedingungen, Beschreibung, Ort usw usw.

Essen
Scheiß auf Delis, scheiß auf Hamburger. Ihr werdet nur krank. Gebt lieber bisschen was aus und geht ins Ichiumi für Asiatisch inkl Sushi (ein Paradies), in nen anständiges BBQ-Restaurant (am TimeSquare oder in Brooklyn) oder in die unzähligen, anständigen Restaurants in Williamsburg und SoHo. Vergesst die Imbissbuden unterwegs die nichtmal den Standard der Toilette in unsren Dönerbuden erreichen. Vielleicht mal nen HotDog, weils dazu gehört. SONST NET!

Allright ansonsten Viel Spaß auf eurer Reise. Bei mir steht als nächstes Indien auf dem Plan. Uiuiui.

Achja, ein New York Video ist noch in der Mache. Dafür lass ich mir aber Zeit. Trotzdem dürft ihr schonmal sabbern.
Bis dennsn.

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